DokuHelfer

Formulierungshilfen für Pflegeberichte

75 professionelle Formulierungsbeispiele für typische Situationen in der Pflege – sachlich, fachlich korrekt, sofort verwendbar. Neu bei der Dokumentation? Zur Anleitung: Pflegebericht schreiben →

75 Beispiele 10 Themenbereiche 25 FAQ Kostenlos

Was ist ein Pflegebericht?

Der Pflegebericht ist ein zentrales Instrument der Pflegedokumentation. Er beschreibt in Textform alle relevanten Beobachtungen, Veränderungen und Maßnahmen rund um die Versorgung einer pflegebedürftigen Person – ergänzend zu strukturierten Formularen wie Pflegeplanungen oder Protokollen.

Ein sachlich geschriebener Pflegebericht dient gleich mehreren Zwecken: Er sichert die Kontinuität der Versorgung über Schichtwechsel hinweg, belegt rechtlich die erbrachte Leistung und ist Grundlage für Qualitätsprüfungen durch den Medizinischen Dienst.

Was in jeden Pflegebericht gehört:

  • Datum und Uhrzeit des Eintrags sowie der beobachteten Situation
  • Beobachtbare Fakten – nur was tatsächlich gesehen, gehört oder gemessen wurde
  • Durchgeführte Maßnahmen und Reaktionen der pflegebedürftigen Person
  • Informierte Personen (z.B. Arzt, Angehörige, Pflegedienstleitung)
  • Handzeichen oder Namenskürzel der dokumentierenden Person

Was nicht in den Pflegebericht gehört: Vermutungen, Diagnosen, persönliche Bewertungen, Schuldzuweisungen oder spekulative Aussagen über Ursachen.

📖
Werbung – Affiliate-Link
Pflegedokumentation: Formulierungshilfen für den Pflegebericht
Umfassendes Praxisbuch mit hunderten Formulierungsbeispielen für alle Pflegesituationen. Für Pflegefachkräfte und Auszubildende.
Bei Amazon ansehen →

Nach Thema filtern

Sturz
8 Beispiele
Schmerz
7 Beispiele
Demenz
7 Beispiele
Wunden
7 Beispiele
Dekubitus
7 Beispiele
Ernährung
7 Beispiele
Flüssigkeit
6 Beispiele
Medikamente
6 Beispiele
Mobilität
6 Beispiele
Verhalten
6 Beispiele

75 Formulierungsbeispiele

75 Beispiele angezeigt
📋
Werbung – Affiliate-Link
Pflegeberichtsbuch: Dokumentation einfacher und effizienter machen
Praktisches Arbeitsbuch für den Pflegealltag – strukturierte Dokumentation, zeitsparende Vorlagen und Alltagshilfen für die Pflegepraxis.
Bei Amazon ansehen →

Häufige Fehler in Pflegeberichten

Fehler Warum problematisch Bessere Alternative
„Hat einen Sturz gehabt" Passiv, ungenau, gibt keinen Zeitpunkt oder Umstände an „Bewohner wurde um 14:15 Uhr liegend neben dem Bett aufgefunden"
„War wieder aggressiv" Wertend, keine konkreten Beobachtungen, kein Kontext „Bewohner äußerte laut und verbal Ablehnung bei der Körperpflege, Arme zurückgezogen"
„Hat anscheinend Schmerzen" Spekulation statt Beobachtung, „anscheinend" ist nicht dokumentierbar „Bewohnerin äußerte Schmerzstärke 7/10 (NRS), Mimik angespannt, hält sich rechte Hüfte"
„Hat gut getrunken" Zu ungenau für Dokumentationspflicht, keine Mengenangabe „Flüssigkeitsaufnahme 1.200 ml, davon 800 ml Wasser und 400 ml Saft"
„Pflege durchgeführt" Nichtssagend, keine Aussage über Reaktion oder Besonderheiten „Ganzkörperpflege im Bett durchgeführt, Bewohner kooperativ, Hautbefund unauffällig"
„Wahrscheinlich Infektion" Diagnosestellung ist Ärzteaufgabe, Spekulationen vermeiden „Erhöhte Körpertemperatur 38,4°C, gerötete Wunde am re. Unterschenkel – HA informiert"
„Hat die Medikamente nicht nehmen wollen" Umgangssprachlich, gibt keinen Kontext zur Reaktion „Bewohner verweigerte die Abendmedikation verbal. Arzt informiert, Ablehnungsdokumentation ausgefüllt"
„Dement und verwirrt" Diagnose, keine Beobachtung – Demenz ist ein Befund, keine Beschreibung „Bewohnerin äußerte wiederholt Fragen nach ihrer verstorbenen Mutter, zeitlich desorientiert"
„Hat nichts gegessen" Keine Mengenangabe, keine Information über angebotene Hilfe „Mittag: Angebotenes Essen vollständig abgelehnt. Angehörige informiert, Ernährungsprotokoll begonnen"
Nachträgliche Korrekturen ohne Kennzeichnung Verfälschung der Dokumentation, rechtlich problematisch Korrektur durchstreichen (nicht überkleben), kürzen, mit Datum und Kürzel kennzeichnen

Grundregeln professioneller Dokumentation

Regel Erklärung Beispiel
Zeitnah dokumentieren Einträge so bald wie möglich nach dem Ereignis – Gedächtnislücken vermeiden Sturz um 14:15 Uhr → Eintrag spätestens bis Schichtende
Nur Beobachtetes dokumentieren Keine Vermutungen, nur konkret Wahrgenommenes Nicht: „Hat Schmerzen". Sondern: „Äußerte Schmerzen im linken Knie, Stärke 5/10"
Konkrete Zeitangaben „Heute Morgen" ist zu vage – exakte Uhrzeiten angeben „Um 08:30 Uhr" statt „heute früh"
Maßnahmen und Reaktionen Was wurde getan? Wie hat die Person reagiert? „Lagerung durchgeführt, Bewohner reagierte entspannt"
Informationsweitergabe dokumentieren Wer wurde informiert? Wann? Mit welchem Ergebnis? „RB Fr. Schneider um 14:20 Uhr informiert, HA Dr. Müller angerufen"
Keine Schuldzuweisungen Sachliche Beschreibung ohne Wertung oder Schuldanklagen Nicht: „Kollege hat die Lagerung vergessen". Besser Fakten beschreiben
Leserlich und vollständig Handschrift muss für alle lesbar sein, keine Lücken lassen Im Zweifelsfall lieber in Druckbuchstaben schreiben
Handzeichen/Kürzel Jeder Eintrag muss der dokumentierenden Person zuordbar sein Name oder einrichtungsweit hinterlegtes Kürzel
📚
Werbung – Affiliate-Link
Expertenstandards leicht gemacht: Für Pflegefachkräfte und Auszubildende
Alle relevanten Expertenstandards (Dekubitus, Sturz, Schmerz, Ernährung) einfach erklärt und direkt in die Praxis übertragbar. Ideal als Nachschlagewerk im Pflegealltag.
Bei Amazon ansehen →

FAQ: Pflegeberichte schreiben

Passende Werkzeuge auf DokuHelfer

Diese digitalen Hilfsmittel unterstützen Sie direkt bei der Pflegedokumentation – kostenlos, ohne Anmeldung.

↑ Zurück nach oben