6 Formulierungsbeispiele für die Dokumentation der Flüssigkeitsversorgung – von der Trinkprotokoll-Führung bis zum Dehydrationsverdacht.
Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist elementar für Gesundheit und Wohlbefinden älterer Menschen. Dehydration ist in der stationären Pflege häufig und oft nicht sofort erkennbar. Eine präzise Dokumentation ermöglicht frühzeitiges Eingreifen.
Erkennungszeichen: stehende Hautfalte (Hautturgor vermindert), trockene Mundschleimhaut, dunkelgelber konzentrierter Urin, vermindertes Harnvolumen, Verwirrtheit, Schwindel, Schwäche. Bei mehreren gleichzeitigen Zeichen sofort ärztlich abklären.
Die empfohlene Tagesmenge liegt bei 1.500–2.000ml für ältere Menschen, kann aber je nach Erkrankung abweichen (Herzinsuffizienz: oft Einschränkung, Fieber: höherer Bedarf). Den individuellen Zielwert immer aus der ärztlichen Anordnung entnehmen und dokumentieren.
Ein Trinkprotokoll erfasst alle aufgenommenen Flüssigkeitsmengen mit Uhrzeit und Getränkeart. Es wird geführt bei: erhöhtem Dehydrationsrisiko, Trinkverweigerung, ärztlicher Anordnung, nach Durchfall oder Erbrechen. Ergebnisse täglich auswerten und dokumentieren.
Ödeme sind Wassereinlagerungen im Gewebe. Eindrückbarkeitsttest: auf die geschwollene Stelle drücken – bleibt eine Delle (Pitting-Ödem), ist es dokumentierbar. Lokalisaton, Ausmaß und Eindrückbarkeit beschreiben. Arzt informieren – Ödeme können Zeichen von Herzinsuffizienz sein.
Ja, klinisch relevante Flüssigkeitsanteile in Speisen (Suppe, Pudding, Joghurt) können eingerechnet werden, sollten aber getrennt ausgewiesen werden. Bei Dysphagiediäten besonders wichtig: Konsistenz beachten und ärztliche Anordnung folgen.