7 Formulierungsbeispiele für die sachliche Ernährungsdokumentation – von Appetitlosigkeit bis Gewichtsverlust.
Mangelernährung ist in der stationären Pflege ein häufig unterschätztes Problem. Eine präzise Dokumentation von Nahrungsaufnahme und Gewichtsverlauf ist Grundlage für frühzeitiges Eingreifen. Der Expertenstandard Ernährungsmanagement (DNQP) fordert systematische Erfassung und Dokumentation.
Nahrungsaufnahme in Prozent der angebotenen Portion angeben, nicht mit 'wenig' oder 'gut'. Beispiel: 'ca. 40% der Hauptspeise aufgenommen, Nachspeise vollständig'. Bei auffälliger Unterernährung Ernährungsprotokoll beginnen.
Das MUST ist ein standardisiertes Screening-Instrument für Mangelernährungsrisiko. Es bewertet BMI, unbeabsichtigten Gewichtsverlust und Auswirkungen akuter Erkrankungen. Score 0 = niedriges Risiko, 1 = mittleres Risiko, 2+ = hohes Risiko. Ergebnis dokumentieren und Maßnahmen ableiten.
Dysphagie bezeichnet Schluckstörungen. Zeichen: Husten oder Würgen beim Essen, Veränderung der Stimmqualität nach dem Schlucken, verlängerte Mahlzeiten. Dokumentieren: Beobachtungen beim Schlucken, Mahlzeitendauer, Kostformempfehlung, Logopädie verständigt.
Ernährungsberatung anfordern bei: Gewichtsverlust über 5% in 3 Monaten, BMI unter 20, chronischen Schluckstörungen, anhaltender Appetitlosigkeit über 3 Tage, Umstellung der Kostform. Arzt informieren und Diätberatung veranlassen.
Bei normalem Ernährungsstatus: wöchentlich bis monatlich nach Einrichtungsstandard. Bei Risiko oder Veränderungen: wöchentlich oder häufiger nach AVO. Immer zur gleichen Uhrzeit, mit vergleichbarer Bekleidung, auf derselben Waage. Ergebnis immer mit Datum und Vergleichswert dokumentieren.