6 Formulierungsbeispiele für die Dokumentation von Mobilität und Transfers – sachlich und mit Fokus auf Selbstständigkeit.
Die Dokumentation von Mobilität ist Grundlage für aktivierende Pflege und Pflegegradermittlung. Eigenaktivität und Selbstständigkeit müssen ebenso dokumentiert werden wie Einschränkungen und benötigte Hilfestellung. Der Erhalt von Mobilität ist ein Ziel der professionellen Pflege.
Transfer dokumentieren: Hilfsmittel (Rutschbrett, Hebegurt), Art der Unterstützung (voll/teilweise), Eigenaktivität der Person, Verlauf ohne Zwischenfälle oder mit Besonderheiten, Schmerzen vor/während/nach dem Transfer. Jeder Transfer muss nachvollziehbar sein.
Aktivierende Pflege fördert die Selbstständigkeit der pflegebedürftigen Person, statt alle Aufgaben zu übernehmen. Sie dokumentiert: was die Person noch selbst kann, welche Unterstützung noch benötigt wird, welche Fortschritte gemacht werden. Ziel ist Erhalt und Förderung vorhandener Fähigkeiten.
Im Neuen Begutachtungsassessment (NBA) wird Mobilität in Modul 1 bewertet: Positionswechsel im Bett, Halten einer stabilen Sitzposition, Umsetzen, Fortbewegung innerhalb des Wohnbereichs, Treppensteigen. Jede Einschränkung wird bewertet. Dokumentation ist Grundlage der Begutachtung.
Kontrakturprophylaxe verhindert dauerhafte Gelenkversteifungen bei Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Maßnahmen: passive Mobilisation aller Gelenke im physiologischen Bewegungsrahmen, Lagerungsunterstützung, Physiotherapie. Regelmäßige Dokumentation des Bewegungsumfangs ist Pflicht.
Physiotherapie einschalten bei: neuer Gangunsicherheit, Zunahme von Gangstörungen, nach Sturzereignissen, bei Kontrakturrisiko, nach Operationen oder längerer Immobilisation. Verordnung durch den Arzt erforderlich. Ergebnisse der Therapie im Pflegebericht vermerken.