8 professionelle Formulierungsbeispiele für die Dokumentation von Sturzereignissen – vom Beinahe-Sturz bis zur Nachbeobachtung.
Stürze sind in der Pflege ein zentrales Qualitäts- und Haftungsthema. Eine vollständige, lückenlose Dokumentation schützt Pflegekräfte rechtlich und ist Grundlage für Präventionsmaßnahmen. Der Expertenstandard Sturzprophylaxe in der Pflege (DNQP) fordert eine systematische Risikoerfassung und konsequente Dokumentation.
Was bei jedem Sturz dokumentiert werden muss:
Vollständige Sturzdokumentation: exakte Uhrzeit, Fundort und Position, Verletzungen oder deren Fehlen, Schmerzstärke (NRS), sofort eingeleitete Maßnahmen, informierte Personen mit Uhrzeiten, Arztanordnungen und Weiterbeobachtung. Zusätzlich: separates Sturzprotokoll und Risikoassessment aktualisieren.
Das Sturzrisikoassessment (z.B. Morse Fall Scale, Sturz-Risikoerfassung nach DNQP) bewertet systematisch das individuelle Sturzrisiko einer Person anhand von Faktoren wie Sturzgeschichte, Gangbild, Medikation und Kognition. Es ist Grundlage der Sturzprophylaxe und muss nach jedem Sturzereignis aktualisiert werden.
Ja. Beinahe-Stürze sind genauso sorgfältig zu dokumentieren wie echte Stürze. Sie zeigen ein Risiko auf, das durch Präventionsmaßnahmen adressiert werden muss. Sturzprotokoll ausfüllen und Risikoassessment aktualisieren.
Mindestens: Rufbereitschaft/verantwortliche Pflegefachkraft sofort. Hausarzt zeitnah (je nach Verletzungsschwere sofort oder beim nächsten Besuch). Angehörige oder rechtliche Betreuer. Bei schweren Verletzungen: Rettungsdienst. Alle Informationen mit Uhrzeit dokumentieren.
Der Expertenstandard Sturzprophylaxe in der Pflege (DNQP) legt fest, wie Pflegeeinrichtungen Sturzrisiken systematisch erfassen, bewerten und durch gezielte Maßnahmen minimieren sollen. Er fordert u.a. regelmäßiges Risikoassessment, individuelle Maßnahmenplanung und Schulungen für Pflegekräfte und Bewohner.