7 Formulierungsbeispiele für Dekubitusprophylaxe und Hautdokumentation – sachlich und nach EPUAP-Standard.
Der Expertenstandard Dekubitusprophylaxe in der Pflege (DNQP) ist einer der wichtigsten Qualitätsstandards in der Pflege. Eine vollständige Dokumentation der Prophylaxemaßnahmen ist rechtlich relevant und Grundlage für Qualitätsprüfungen.
Kategorie 1: nicht wegdrückbare Rötung bei intakter Haut. Kategorie 2: Teilzerstörung der Haut (Blase, Abschürfung). Kategorie 3: Verlust aller Hautschichten bis zur Faszie. Kategorie 4: vollständiger Gewebeverlust. Kategorie bestimmen und mit EPUAP-Einstufung dokumentieren.
Bei Aufnahme (innerhalb von 8 Stunden), bei Zustandsveränderungen, nach jedem Sturzereignis, nach jeder längeren Immobilität und mindestens wöchentlich bei bestehendem Risiko. Score mit Datum dokumentieren.
Beim Fingertest wird auf die gerötete Stelle gedrückt. Wird die Haut kurz weiß (wegdrückbar), sind die Kapillaren noch intakt. Bleibt die Rötung (nicht wegdrückbar), ist es ein Zeichen für Dekubitus Kategorie 1. Ergebnis immer dokumentieren.
Die Braden-Skala bewertet das Dekubitusrisiko anhand von 6 Faktoren: sensorisches Empfinden, Feuchtigkeit, Aktivität, Mobilität, Ernährungsstatus und Reibung/Scherkräfte. Punkte: 6–23. Je niedriger der Score, desto höher das Risiko. Ab Score 18 besteht Risiko, ab 12 hohes Risiko.
Die Verantwortung liegt bei der Pflegefachkraft, die das Assessment durchführt und den Maßnahmenplan erstellt. Alle Pflegekräfte sind für die Durchführung und Dokumentation der Maßnahmen verantwortlich. Der Arzt muss bei festgestelltem Dekubitus informiert werden.